Realitätsoptimierung zur Moslem-Demo

Sie hatten doch alles richtig gemacht: Schon Tage vor der am Ende dürr bevölkerten Anti-Terror-Demo „Nicht mit uns!“ hatte die Deutsche Presseagentur (dpa) pflichtschuldigst erregt gemeldet: „Tausende Muslime in Köln erwartet“. Und Heiko Maas dekretierte wieselflink, dass es „Aufgabe der gesamten Zivilgesellschaft“ sei, „sich von Terror zu distanzieren“. Ja, dachte da der Bürger: gerade die Christen, Buddhisten, Shintoisten und Juden, deren Glaubensbrüder ja seit Monaten hasspredigend und mordend unser Land terrorisieren, ja, auch diese sollen sich nun endlich auch mal „distanzieren“.

Und dann – und auch nur dann – natürlich auch Muslime. Auch wenn nichts mit nichts zu tun hat. Oder, wie ein unendlich weiser Slogan der Demo lautet: „Terroristen haben keine Religion“.

Aber nein, es funktionierte nicht. Es kamen nicht „tausende“, sondern nur einige hundert, wie selbst die „Süddeutsche Zeitung“ zerknirscht feststellt. „Manche türkische Hochzeiten sind besser besucht und leider auch die Demonstrationen auf deutschen Straßen für den Rückbau der türkischen Demokratie“, bilanziert Robin Alexander in der WELT trocken. In den Zahlen enthalten waren dutzende Journalisten und hunderte teddybärenwerfende GutmenschInnen, was bei tagesschau.de zu einer amüsanten „Berichterstattung“ führte. Gewohnt hilfreich war die „Berichterstattung“ der dpa, die irgendwie mit der Diskrepanz zwischen ihrer eigenen Ankündigung und der traurigen Realität nicht zurecht kam. Sie „berichtete“ munter: „Mehrere tausend Menschen haben in Köln an einem Friedensmarsch von Muslimen gegen Gewalt und islamistischen Terror teilgenommen.“ Mit dieser erkennbaren Realitätsoptimierung, die selbst durch perfekt geschnittene WDR-Bilder nicht „belegt“ werden konnte, schaffte sie es – da de facto Monopolagentur – in fast alle deutschen Medien.

Zu klären wäre nun noch, inwieweit die Politik Einfluss genommen hat auf die Demo-Inszenierung. Erinnern wir uns an Anfang 2015: Damals waren zur „Mahnwache“ am Brandenburger Tor auch nur wenige Muslime gekommen, die politische Klasse Berlins feierte sich selbst. Später kam heraus, dass die muslimischen Verbände nur auf Initiative des Kanzleramtes und unter sanftem Druck des Innenministeriums zur Mahnwache aufgerufen hatten. Die Kosten der „muslimischen Mahnwache“ trugen damals CDU und SPD.

Auch diese menschenleere Demo am Samstag war zuvor vom Kanzleramt öffentlich belobigt worden. Die vom türkischen Staat bezahlten Hetzer der DITIB hatten schon vorher mitgeteilt, die Demo zu boykottieren. Angela Merkels Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoğuz, teilte noch sichtlich verzweifelt mit, der geplante „Friedensmarsch“ sei ein klares und öffentliches Zeichen gegen den Terror. Immer wieder werde der Islam von Terroristen missbraucht, um grausame Attentate zu rechtfertigen. Deshalb sei es gut, wenn solche Taten gemeinsam und sichtbar verurteilt würden.

Ja, da hat sie recht. Das wäre wirklich gut.

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Eine Antwort zu Realitätsoptimierung zur Moslem-Demo

  1. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Demonstrationen als durchchoreographierte Inszenierungen, die vom öffentlich-rechtlichen TV-Personal – wider besseres Wissen – gezielt „in Szene“ gesetzt werden. Mediale Kulissen gaukeln dem Zeitgenossen Muslime vor, die in Deutschland „gegen den Terror“ protestieren oder in Syrien als „gemäßigte Opposition“ unterwegs sind. Staatsfinanzierte Sender wie zdfneo, zdf.info, Phoenix (und wie sie alle heißen) liefern förmlich rund um die Uhr „Reportagen“ zu „Hass und Hetze“ im Netz, Nazis, neue Nazis, Rechtsextremisten und Rechtspopulisten (Lerneffekt: Eh‘ alles dasselbe…).
    Den Anfang machten linke Kader bei Radio Bremen oder dem berüchtigten WDR in den 70ern, mittlerweile ist das Medien-Milieu derart ausgeprägt links(liberal), dass es Berufsanfänger gleichsam automatisch formt und „auf Linie bringt“. Karriereorientierte Aufsteiger*nnen wittern die Vorgaben und erfüllen die in sie gesetzten Erwartungen bereits von ganz alleine. Und falls nicht, werden sie die nächsten Sprossen der Karriereleiter eben nicht kennenlernen…

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